Presse
Badische Neueste Nachrichten vom 10.10.2006
Swinging Five zu sechst
Mitreißendes Konzert im Heim des Musikvereins Hambrücken

Hambrücken. Das Zitat aus einem Lied der Gruppe Voice Factory, nämlich "A cappella sounds good to me" stand als Leitmotiv über dem Konzert der Swinging Five am Samstag in der Musikfabrik in Hambrücken. Die sechs Vokalisten präsentierten sich mit ihrem neuen Programm "verstärkt" vor ungewohnter Kulisse. Selten nämlich sah man Konzertbesucher so entspannt einem Vortrag lauschen.

Grund hierfür war sicherlich neben den Künstlern auf der Bühne das gemütliche Ambiente samt frischem Flammkuchen und Rotwein im restlos ausverkauften Vereinsheim des Musikvereins. In typisch locker-mitreißender Gute-Laune-Manier zauberten Mathias Baron, Klaus Brenner, Hagen Köhler, Karsten Knodel, Oliver Decker und Gerd Krempel die einmalige "Swinging-Five-Atmosphäre" auf die Bühne.

Das Programm selbst war ein buntes Potpourri, das mit "Dancing Queen" wie immer ein Stück der Popgruppe ABBA enthielt. Der Bogen spannte sich von "Girls Girls Girls" von Sailor, welches zu "Sing Sing Sing" verfremdet worden war, über "Mr. Sandman" von den Cordetts bis zu "Mambo" von Herbert Grönemeyer, dem sehr ausdrucksstark dargebotenen

"Pride - In The Name Of Love" von U2 bis hin zum Punkrock "Basket Case" der US-amerikanischen Gruppe Green Day, um nur einige Titel zu nennen.

Die überwiegend selbst arrangierten Songs, von denen ein Höhepunkt sicherlich die Ode an das Badnerland "Mir em Süden" war, wurden mit viel Einsatz dargeboten und man merkte den Künstlern, die seit 17 Jahren zusammen sind und vor etwa zwei Jahren zum letzten Mal ein Programm gesungen hatten, die Freude am Singen an.

Spaß am Auftritt hatten aber nicht nur die Musiker, sondern vor allem das Publikum, das die Darbietungen mit viel Applaus quittierte. Garant der guten Stimmung und wieder typisch im stil der "Swinging Five" war, dass die einzelnen Lieder nicht nur nüchtern und trocken vorgetragen wurden. Nein, zum hohen Kunstgenuss gesellten sich wie immer viel Mimik, Schauspiel und die körperliche Darstellung der im Originaltitel zu vernehmenden Instrumente. Und so ließ das Publikum die Akteure nach zwei Zugaben nur schweren Herzens von dannen ziehen.

jk

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