Presse
Badische Neueste Nachrichten vom 19.05.2009

Publikum durch Gesang und Magie einfach verzaubert
Hambrückener A-Capella-Formation "Swinging Five" sang beim Heimspiel im Pfarrsaal

Allesamt sind sie waschechte "Hambrückener Jungs" und obwohl die Hälfte von ihnen mittlerweile "ausgewandert" und ihr Glück in der Fremde gefunden hat, kehren sie immer wieder gerne an den Ort zurück, wo vor 20 Jahren alles begann. Beim Konzert im vollbesetzten Hambrückener Pfarrsaal zeigten die sechs Sänger der A-Capella-Formation "Swinging Five" einmal mehr auf, warum Erfolg kein Zufall ist und "Standing Ovations" - nicht nur am Ende des vergnüglichen Showabends - waren der Lohn für eine klasse Performance.

Der Clou: Mit Mental-Magier Uwe Hofstätter aus Sinsheim hatten die Stimmakrobaten einen Künstler mitgebracht, der zwischen den Showblocks die Besucherschar mit verblüffenden Gedanken-Experimenten verzauberte und durch non-verbale Kommunikation, Körpersprache und pure Suggestion großes Staunen hervorrief. Die Gedanken sind frei? Denkste, antwortete der Magier und bot etliche amüsante und rätselhafte Lektionen.

"Wir hoffen, Sie haben eine große Portion Neugierde mitgebracht", lautete die Botschaft der Sangeskünstler beim Eingangs-Geburtstags-Lied "Uns gratulieren wir", und dann legten sie los: Gerd Krempel, Klaus Brenner, Mathias Baron, Oliver Decker, Hagen Köhler und Karsten Knodel intonierten als perfekter Klangkörper die Songs "In the still of the night", "Welcome to my world" oder die Beatles-Hits "Sie liebt Dich"

und "Komm gib mir deine Hand". Bei den A-Capella-Klassikern der Comedian Harmonists "Kaktus", "Veronika" oder auch Trude Herrs "Schokolade", garniert mit etlichen lustigen Einlagen, offenbarten die Hambrückener auch ihr schauspielerisches Talent und hatten "Spaß durch Musik". Mit "Lollipop" ("In Hambrigge heißt des Schlotzer"), "Heavenly bodies" und besonders dem patriotischen "Mir em Süde" beweisen die "Swinging Five", dass die Badener außer hochdeutsch wirklich alles können, begeistern danach auch mit einer Einlage an Tuba, Posaune oder Waldhorn.

Im zweiten Teil des kurzweiligen Showabends zogen die Unterhaltungskünstler ein Ass nach dem anderen aus dem Ärmel, boten eine famose Fassung des ABBA-Hits "Take a chance", zeigten mit einer tollen Version von "So lonely" (nicht Salami!), an der auch die Gruppe Police ihre helle Freude gehabt hätte, was man mit dem schönsten aller Instrumente - der Stimme - so alles anstellen kann.

Einer der Höhepunkte des spaßigen Programms: Herbert Grönemeyers Song "Mambo", der gleich in fünf verschiedenen Versionen unter die Leute gebracht und stürmisch abgefeiert wurde. Bei den eingestreuten Forever-Hits "Smoke on the water" und "Highway to Hell" hielt es dann keinen im Saal auf den Sitzen.

Hans-Joachim Of